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Fenster & Türen

 

CONTINENTAL | 21. April 2018

Zwischen Welt- und Europapremiere: Oberflächenexperte stellt zahlreiche Neuheiten vor

Hier war praktisch jeder Tisch, jede Wand und jeder Lampenschirm Teil der Produktpräsentation: Am Stand von Continental begegnete das Team vom baustoffPARTNER zahlreichen neuen Dekoren, die in die Gestaltung des ­Messestands eingearbeitet wurden. Mindestens genauso aufwendig inszeniert hat der Hersteller die einzelnen Produktsegmente – von Holzdekoren über Vorführ­fassaden bis zu Folien für den Innen- und Außenbereich wurden dem Fachpublikum viele neue Eindrücke geboten.

Von Dan Windhorst

Das Modell »KF 500« erreicht dank besonderer Klappen-Technologie Einbruchs­widerstandsklasse RC 2. © baustoffPARTNER / Jan Rieken

Mit neuen Dekoren wie »skai Woodec« oder dem tiefschwarzen »skai Jet Black« hat Continental ein ganz klares Zeichen gesetzt: »Mit unseren Neuentwicklungen haben wir in vielerlei Hinsicht eine Brücke von innen nach außen geschlagen«, berichtete Marketingleiter Axel Schmidt im Gespräch mit dem baustoffPARTNER und deutete damit die vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten der Oberflächen an. Zum Einsatz kommen diese zum Beispiel auf Fensterprofilen, Türen oder auch Garagentoren – sowohl der Innen- als auch Außenbereich lässt sich dadurch problemlos bedienen.

Ein neuer Anspruch an Echtheitsanmutung
Eine der hervorstechenden Produktneuheiten am Stand war die Weltpremiere »skai Woodec«. Tatsächlich sieht die Oberfläche täuschend echt aus: »Neben der authentischen Optik kann ›Woodec‹ aber auch in Sachen Haptik glänzen – es fühlt sich einfach echt an«, erklärte Sabine Skowronek, Produktmanagerin von Continental.
Für den Laien ist das Produkt tatsächlich nicht von Echtholz zu unterscheiden. Hintergrund dessen ist eine besonders tiefe Prägung, die eine hohe Haltbarkeit und ein sehr mattes Finish aufweist. »Dazu kommt, dass ›skai Woodec‹ äußerst pflegeleicht ist und deshalb ohne großen Aufwand gereinigt werden kann«, ergänzte Skowronek. Laut Unternehmen wird die Neuheit zunächst in drei Dekoren vorgestellt: Neben »Turner Oak Malt« sind zwei weitere gekälkte Eichendekore in den Farbtönen Grau und Weiß vorgesehen. Diese sollen nach eigener Aussage mit ihrer skandinavischen Optik einem modernen Einrichtungsstil entsprechen.
Einst für den Innenbereich gedacht, überträgt sich der Trend nunmehr auch auf Bauelemente wie zum Beispiel Fenster, Türen und Außenhüllen. Geplant ist die Markteinführung von »skai Woodec« für September, während Muster bereits jetzt erhältlich sind.

»Das Jahr 2017 war von der weiterhin regen Neubautätigkeit gekennzeichnet, die wir mit unserer Qualitäts- und Innovationsstrategie gut nutzen konnten. Wir werden weiterhin daran arbeiten, die Vorteile unserer Premium-Produkte auszubauen und damit unseren Kunden klare Argumente für Qualität liefern.«
Hermann Haller, Geschäftsführer Internorm Deutschland

Europapremiere für das dunkelste Schwarz
Ein weiteres Highlight auf der Messe war »skai Jet Black«, eine beschichtete Oberfläche, die nach eigener Aussage in den USA bereits großen Erfolg gefeiert hat. Bei der Vorführung dieser schwarzen Besonderheit bekam man als Besucher des Messestands zuerst einmal einen schwarzen Stein präsentiert. Inspiriert wurde der Farbton nämlich vom Schmuckstein Jet. Im deutschen Raum auch als Gagat bekannt handelt es sich dabei um einen mineralischen Stein, der den Kohlegesteinen zugehörig ist.
Bisher ging der Trend bei beschichteten Oberflächen in den letzten Jahren in Richtung grauer und anthrazitfarbener Töne. Zusammen mit einem deutschen Systemgeber hat Continental jetzt mit »skai Jet Black« eine Farbe nach Europa gebracht, die laut Herstellerangaben das dunkelste Schwarz bietet, das derzeit auf dem Markt erhältlich ist. Ein Problem bringt diese Trendfarbe allerdings mit sich: Schwarze Oberflächen heizen sich, anders als helle, extrem schnell auf und waren deshalb bisher bei Bauelementen wenig gefragt. Möglich wurde der Einsatz einer derart dunklen Beschichtung letztlich durch den Einsatz von »cool colors Plus«. Die Technologie sorgt dafür, dass der Wärmeeintrag durch eine weiße Basisschicht stark reduziert und die Temperatur deutlich abgesenkt wird.

Mit Wärmebildkamera direkt unter Beweis gestellt
Damit sich das Fachpublikum gleich vor Ort ein genaues Bild von der »cool colors Plus«-Technologie machen konnte, zückte Produktmanagerin Sabine Skowronek kurzerhand die Wärmebildkamera und warf anschließend den schnell aufheizenden Baustrahler an.
Angestrahlt wurden damit Vorführblöcke, von denen einer mit »skai Jet Black« und andere mit standardisierten Schwarztönen beschichtet waren. Nach kurzer Zeit waren die ersten Unterschiede mittels Wärmebildkamera sichtbar. »Die stark verbesserte Remission der Strahlung ist am Ende das Geheimnis von ›cool colors‹. Oberflächen ohne die spezielle Zusatzschicht heizen sich entscheidend mehr auf, während ›skai Jet Black‹ deutlich kühler bleibt«, stellte Skowronek klar.
Wie stark sich Oberflächen tatsächlich aufheizen können, zeigen laut Continental auch Tests mit Strahlungsthermometer: Temperaturen von bis zu 90 Grad sind in direkter Sonne bei dunklen Farben keine Seltenheit.

Drei neue Farben für Fans der matten Optik
Ebenfalls im Trend liegen matte Oberflächen. Besonders im Bereich der Bauelemente hat ­Continental dies erkannt und mit der »skai Matt«-Line auch hier neue Farben ins Spiel gebracht. »Die matten Oberflächen wirken wegen der geringeren Lichtreflexion gleich viel hochwertiger und edler. Erzielt wird dieser besondere Look durch ein besonderes Prägeverfahren«, erklärte Sabine Skowronek und verwies dabei auf zwei Grautöne sowie einen Braunton.
Laut Continental sieht sich die »skai Matt«-Line, die vor sechs Jahren eingeführt worden ist, derzeit einer deutlich höheren Nachfrage gegenüber. Mit den drei neuen Farben möchte das Unternehmen der aktuellen Marktentwicklung Rechnung tragen und daher ein möglichst abwechslungsreiches Produktportfolio für diese Sparte anbieten.

Spezielle Effektpigmente sorgen für den Alu-Look
Darüber hinaus präsentierte Continental mit »skai Alux« eine spezielle Außenoberfläche in moderner Aluminium-Optik. »Verwenden kann man sie bei Fensterprofilen, Türen, ­Garagentoren oder auch an der Fassade«, sagte Skowronek.
Die beschichtete Oberfläche sieht laut Hersteller aus wie pulverbeschichtetes Aluminium und fühlt sich auch genauso an. Dafür verantwortlich seien spezielle Effektpigmente, die beim Druckprozess zum Einsatz kommen und in Kombination mit der Prägung den für Aluminium typischen Schimmer erzeugen.
Von Vorteil ist, dass die Folie bestens für den Außeneinsatz geeignet ist. Sie ist witterungsbeständig und verträgt sowohl Sonne als auch Regen oder Frost. Auch hier schützt übrigens die spezielle »cool ­colors«-Technologie sowohl die Beschichtung als auch den Träger, indem sie die Wärmeaufnahme laut Herstellerangaben deutlich reduzieren kann. Zu sehen war die Beschichtung auf der Fensterbau in den Farben DB703 und Graphit.