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Bodenbeläge im Außenbereich

 

SOPRO BAUCHEMIE | 22. Oktober 2016

Schnelle Bahnsteigsanierung 1. Klasse

Der 1888 als »Centralbahnhof Frankfurt« eröffnete Frankfurter Hauptbahnhof ist mit täglich etwa 450 000 Reisenden einer der meistfrequentierten Fernbahnhöfe in Deutschland und wichtigste Verkehrsdrehscheibe im deutschen Zugverkehr. Bei der Sanierung der Bahnsteigbeläge unter laufendem Betrieb kamen Schnellbauprodukte der Sopro Bauchemie zum Einsatz.

Die Verlegung erfolgte im Buttering-Floating Verfahren. Die penible Einhaltung dieser Arbeitsweise ist besonders in Bereichen mit hohen Verkehrslasten – wie Bahnsteigen – unerlässlich für die Erstellung eines schadenfreien Bodenbelags. © SOPRO

Die Verlegung erfolgte im Buttering-Floating Verfahren. Die penible Einhaltung dieser Arbeitsweise ist besonders in Bereichen mit hohen Verkehrslasten – wie Bahnsteigen – unerlässlich für die Erstellung eines schadenfreien Bodenbelags. © SOPRO

Im Innenbereich sollte der marode gewordene Bashnsteigbelag durch schwarze Natursteinplatten (Padang dark) und im Außenbereich der Bahnsteige durch einen Belag aus Betonwerkstein ersetzt werden. Im Zuge der Modernisierung wurde zudem ein Leitsystem für sehbehinderte Menschen eingebaut. Der Umbau musste unter laufendem Verkehr und unter hohem Zeitdruck stattfinden: Die Arbeiten waren jeweils auf nur wenige Tagen bzw. Wochen terminiert. Deshalb kamen sowohl bei der Untergrundvorbereitung wie auch bei der Verlegung der neuen Beläge Schnellprodukte zum Einsatz: Ab Rohbeton wurde dabei mit einem kompletten System aus dem Hause der Sopro Bauchemie gearbeitet – vom Estrich bis zum Fugenmörtel. Durchweg Produkte, die die hohen Anforderungen hinsichtlich schneller Festigkeitsentwicklung, schneller Trocknung und hoher Druckfestigkeit erfüllten.

Lange verarbeitungsfähig und schnell belegereif
In einem ersten Arbeitsschritt wurde der alte Plattenbelag abgebrochen und einschließlich Mörtel bis auf den vorhandenen Rohbeton entfernt. Danach wurde der Rohbeton mechanisch aufgeraut und durch Bewegungsfugenprofile in Felder eingeteilt. Anschließend erfolgte in diesen Feldern ein Höhenausgleich mit »Sopro Rapidur B5 SchnellEstrichBinder«, einem kunststoffvergüteten Spezialbindemittel zur besonders wirtschaftlichen Herstellung hochfester und schnell belegereifer Zementestriche. Auf der Baustelle wurde der Estrichbinder mit Estrichsand im Verhältnis 1:5 vermischt.
Der Einbau des »Sopro Rapidur B5« erfolgte frisch in frisch im Verbund mit der »Sopro HaftSchlämme Flex«, einer einkomponentigen, hochkunststoffvergüteten, trasshaltigen Haft-und Kontaktschlämme. Auf diese Weise wurde ein schnell begehbarer (nach 6 bis 10 Stunden) und schnell belegereifer Estrich erstellt, auf den bereits nach drei Tagen der Plattenbelag verlegt wurde. Der Mörtel ist ca. zwei Stunden verarbeitungsfähig, entwickelt laut Hersteller eine sehr hohe Festigkeit (bis zu CT-C60-F7) und eignet sich dadurch für Objekte mit hoher und früh stattfindender Verkehrsbelastung. Der Untergrund wurde zuvor mit der einkomponentigen und gebrauchsfertigen Sopro Grundierung grundiert, die mit einer Ablüftzeit von 10 Minuten schnelles Weiterarbeiten ermöglichte.

Mörtel trocknet schnell und quillt nicht auf
Während im Innenbereich Natursteinplatten eingesetzt wurden, kamen im überdachten Außenbereich speziell für die hohen Belastungen im Bahnhofsalltag entwickelte Betonwerksteinplatten zum Einsatz, welche im Halbverband verlegt wurden. In beiden Fällen kam der schnell abbindende »Sopro MittelDickbettMörtel« zum Einsatz: Mit seiner speziellen Rezeptur bindet er das Anmachwasser kristallin. Somit ist er laut Hersteller schnell erhärtend und damit schnell belastbar, zudem weist es auch noch eine schnell trocknende Mörtelmatrix auf. Dadurch kann das Anmachwasser im Mörtel nur für eine sehr kurze Zeit auf die Rückseite der Natur- und Betonwerksteinplatten einwirken: Damit wird Verschüsselungseffekten der Platten, welche durch Quelleffekte entstehen können, vorgebeugt. Gleiches gilt auch für die nicht gewünschten Verfärbungen am Naturstein.
Als Fugenmörtel kam nach einer Abbindezeit des Mörtels von mindestens drei Stunden die zementäre, kunststoffvergütete »Sopro FlexFuge FL« zum Einsatz, die sich durch das spezielle Kornband leicht reinigen lässt und durch die Kunststoffvergütung eine hohe Flankenhaftung aufweist.