baustoffPARTNER - Baubranche aktuell

Fenster & Türen

 

BECK+HEUN | 23. Juni 2018

Rollladenkästen: Offen war gestern

Raumseitig geschlossene Rollladenkästen sind aufgrund ihrer Wärmedammung und der optischen Integrierbarkeit beliebt. Stehen Revisionsarbeiten im Inneren des Kastens an, wird es aber oft knifflig, wenn kein Verschlussdeckel vorhanden ist. Rollladenkasten-Profi Beck+Heun bietet hierfür eine Lösung.

Rollladenkästen in der raumseitig geschlossenen (RG) Variante sind nahezu fugenlos konstruiert und verfügen in der Regel über mehr Dämmung. Dadurch sind die Systeme absolut luftdicht. Darüber hinaus ergeben sich Wärmedämm- und Schallschutzeigenschaften, die bei Verschlussdeckelkästen undenkbar wären. Je nach Einbausituation sind Psi-Werte von 0,06 W/mK wie beim »Roka-Top« durchaus möglich. Ebenso beachtlich sind laut Hersteller (beim selben Modell, siehe Abbildung) die erreichbaren Schalldämmwerte von ≥ Rw = 42 dB.
Doch unterschreiten RG-Kästen nicht nur gültige bauphysikalische Normen, wie beispielsweise die geforderten Referenz­werte der DIN 4108 Beiblatt 2, auch optisch punkten sie. Ein weiterer Vorteil liegt nämlich in der nicht sichtbaren raumseitigen Integration. Revisionsarbeiten erfolgen über die außenliegende Öffnung. Von innen kann das System ganzflächig verputzt oder überfliest und somit der räumlichen Optik angepasst werden.
Um nachträgliche Arbeiten am RG-Kasten durchführen zu können, ist die Auswahl eines zweiteiligen Schienensystems, bestehend aus Führungs- und Basisschiene, wichtig. Denn die Führungsschiene muss demontierbar sein, damit der Panzer frei zugänglich bleibt. Sie ist mittels Schrauben gesichert und wird außen in die Basisschiene eingehakt. Die Basisschiene hingegen ist fest mit dem Fenster verbunden und kann von außen verputzt oder verblendet werden.

Die zwei Varianten des »Neopor«-Aufsatzkastens »Roka-Top Neoline 2 RG« mit einem lichten Innenmaß von 165 mm für Fenster (unser Bild) und 210 mm für Türen. © Beck+Heun

Hilfsmittel für Handwerker
Ist etwas am Inneren des Kastens defekt, kann der Handwerker auf allerlei Hilfsmittel zurückgreifen. Die »Ein-Mann-Montagehilfe« ermöglicht beispielsweise die Montage des Rollladenpanzers im Alleingang – indem sie die vorübergehende Lagerung des oftmals schweren Behangs übernimmt. Die Hände bleiben frei für die Befestigung beziehungsweise Demontage des Behangs an der Welle. Für diesen Schritt gibt es ebenfalls praktische Helfer.
Mit mehrteiligen Wellenverbindern beziehungsweise zweiteiligen Federbügeln können der Panzer und die Welle verbunden werden. Ist der Rollladenmotor defekt, vereinfachen spezielle Motorlager mit Freilauffunktion die Reparatur. Die eigentliche Motorlagerung ist drehbar und wird mittels eines ausziehbaren Fixierungsstiftes mit dem Halter verbunden.

Zahlreiche Lösungen möglich
Wer seinen Kunden raumseitig geschlossene Rollladenkastensysteme anbieten möchte, hat die Qual der Wahl: Beck+Heun bietet zahlreiche Lösungen – je nach Anforderung, Mauerwerk, Wandaufbau oder Einbauweise. Beschaffen sind die »ROKA«-Systeme von Beck+Heun – vollständig oder kombiniert – aus »Styropor«, »Neopor«, Ziegel oder Porenbeton. Außerdem können Rollladen- und Fensterbauer zwischen Einzelteilen oder bereits komplett konfektionieren, vormontierten Elementen wählen – von der Welle über den Behang und die Steuerung bis hin zum kastenintegrierten wärmerückgewinnenden Lüftungssystem (»Airfox«).
Auf der Webseite von Beck+Heun stehen Videos zum Motor-Austausch sowie zur Gurtsystem-Montage bei RG-Kästen zum Anschauen bereit: www.beck-heun.de/ser vice/video/J