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Außenbereich

 

KANN | 19. Mai 2018

Neugestaltung verleiht Freibad mediterranes Flair

Viele städtische Freibäder sind inzwischen in die Jahre gekommen. Um die gestiegenen Ansprüche der Badegäste zu erfüllen, wird nicht selten die komplette Außengestaltung eines Bades neu konzipiert. So auch im badischen Herbolzheim, wo die Stadt die Außenanlagen und Beckenumrandungen des städtischen Freibades neu gestalten ließ. Zum Einsatz kamen das Pflastersystem »La Tierra« und die optisch dazu passende »Vermont«-Bruchsteinmauer.

Mit den »Vermont«-Mauerelementen wurden
Sitznischen gebaut, die Platz zum Ausruhen und Ablagemöglichkeiten für Schwimmutensilien bieten. © Kann

Kennzeichnend für die Außenbereiche sind Erlebnisbereiche für Kinder und Wellness- bzw. Ruhezonen für Erwachsene. Neben den eigentlichen Badeeinrichtungen spielen jedoch auch die Integration der Becken in das Gesamtkonzept sowie die Gestaltung der Liege- und Gastronomiebereiche eine wichtige Rolle. Diesem neuen Zeitgeist wollte man auch in Herbolzheim Rechnung tragen.

Schwimmbad mit »neuem Gesicht«
Das Freibad in Herbolzheim entsprach nach 50 Jahren nicht mehr den heute geforderten technischen und gestalterischen Standards. Die Schwimmbecken mussten dringend saniert werden und auch die Liegebereiche benötigten eine Auffrischung.
Das neue Freibad bietet Bade- und Sportmöglichkeiten für die ganze Familie. Ambitionierte Schwimmer kommen im Sportbecken mit 50- und 25 m-Bahnen auf ihre Kosten, während das Nichtschwimmerbecken mit Wasserrutsche Spaß für die ganze Familie bietet. Die neuen Becken wurden in Edelstahl ausgeführt. Ergänzt wird die Anlage durch ein Kleinkinderbecken mit Elefantenrutsche sowie ein Sprungbecken mit Sprungbrettern bis zu fünf Meter Höhe.
Die einzelnen Becken sind in eine parkartige Grünanlage eingebettet, in die auch der bereits vorhandene Baumbestand einbezogen wurde. Den optischen Übergang zwischen dem Blau der Wasserflächen und der grünen Bepflanzung bildet eine becken­umrandende Pflasterung aus »La Tierra« im Farbton »Sunset« von Kann. Sie schafft eine freundlich helle Anmutung rund um den Wasserbereich.

In der Umgebung von Schwimmbecken und Duschen ist der Boden häufig nass. Das »La Tierra«-Pflaster bietet eine gute Rutschhemmung. © Kann

Ansprechende Optik und gute Rutschhemmung
Bei der Entscheidung für einen Pflasterbelag im Schwimmbadbereich spielen besondere Faktoren eine Rolle: In erster Linie eine gute Rutschhemmung, da das Pflaster am Beckenrand fast immer nass ist. Die Trittsicherheit für die Badegäste ist hier oberstes Gebot. Zudem muss das Pflaster auch barfuß angenehm zu begehen sein und darf keine scharfkantigen Fasen oder Ecken aufweisen. Darüber hinaus sind auch optische Gesichtspunkte zu beachten. Insgesamt sollte die Konzeption im Herbolzheimer Freibad eine mediterrane Anmutung aufweisen. Die Planer entschieden sich deshalb für das Gestaltungspflaster »La Tierra« mit seiner natürlichen Ausstrahlung.
»La Tierra« gibt es in einer Formatvielfalt, mit der sich auch große Flächen abwechslungsreich befestigen lassen. Die in vier Farbtönen erhältlichen nuancierten Oberflächen passen sich nahezu jedem Architekturstil an. Da die nur 6 cm starken Pflastersteine ca. 25 % leichter sind als übliches Betonsteinpflaster, werden laut Hersteller sowohl der Transport als auch die Verarbeitung spürbar vereinfacht.
»La Tierra« wurde im gesamten Beckenbereich mit vier vorsortierten Formaten im wilden Verband verlegt. Die gewählte Farbstellung »Sunset« bildet einen Kontrast zur Farbgestaltung der Schwimmbecken sowie den Rasenflächen und passt trotzdem gut zur modernen Architektur des Bades. Insgesamt entstand so eine hochwertige Außengestaltung mit modernem Anspruch.

»Vermont«-Mauer als Einfassung
Der Bereich um die Schwimmbecken liegt etwas tiefer als das restliche Gelände. Er wird teilweise von Rasenböschungen eingefasst. Um neben dem Sportbecken einerseits das Gelände zusätzlich abfangen zu können und gleichzeitig einen attraktiven Sitzbereich zu schaffen, entschieden sich die Verantwortlichen für den Einsatz der »Vermont«-Bruchsteinmauer. So entstanden Nischen mit einzelnen Bänken, auf denen Badeutensilien abgelegt werden können oder von denen aus der Betrieb im Schwimmbecken beobachtet werden kann.
Der Einbau der Mauerelemente erfolgte vierschichtig und zur Vorderseite hin treppenförmig. Die Mauer hat einen natursteinartigen Charakter und bietet laut Hersteller die Vorzüge des Betonsteins.
Das Mauersystem setzt sich aus unterschiedlichen Elementen zusammen. Es beinhaltet neben einem Grundelement in den Maßen 50 x 25 x 15 cm ein End-Mauerelement in den gleichen Abmessungen sowie einen halben Endmauerstein in den Maßen 25 x 25 x 15 cm. Mit den dreiseitig gebrochenen Endsteinen lassen sich perfekte Mauerverbände und formschöne Abschlüsse erzielen. Darüber hinaus sind passende Pfeilerelemente und Radiensteine erhältlich, mit denen sich geschwungene Mauern realisieren lassen. Für die Mauerkrone umfasst das »Vermont«-Programm passende Mauerabdeckplatten im Maß 60 x 35 x 8 sowie entsprechende Pfeilerabdeckplatten in der Abmessung 47,2 x 47,2 x 8 cm.
Die Bruchsteinmauer fügt sich in nahezu jede Umgebung ein. Die sechs Farbvarianten »muschelkalk-nuanciert«, »Nero Bianco«, »Nebraska Kies«, »Basananthrazit«, »Sunset« und »Sandstein« unterstützen die harmonische Wirkung. So lässt sich, je nach Einsatzbereich, die passende Mauer finden und ein auf die Umgebung oder die Architektur abgestimmtes Gestaltungskonzept erzielen.
Seit seiner Fertigstellung geht das neue Freibad in Herbolzheim nun schon in seine zweite Badesaison. Die Flächenbefestigung mit dem Betonsteinpflaster »La Tierra« von Kann hat unter Beweis gestellt, dass die angenehme Begehbarkeit einer betonglatten Oberfläche und eine gleichzeitige Rutschhemmung keinen Widerspruch darstellen.