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Bodenbeläge im Innenbereich

 

CARL PRINZ | 17. Februar 2018

Neues Digitaldruck-Verfahren ermöglicht individuelle Profile und Sockelleisten

Zur Domotex hat die Carl Prinz GmbH & Co.KG das neue Digitaldruckverfahren »Anyprint« vorgestellt. Es erweitert und optimiert das Angebot zur Herstellung individuell designter Bodenprofile und Sockelleisten. Motto: »Alles ist möglich!« Weiteres Thema am Messestand waren Lösungen zur professionellen Verlegung von Rigid Core-Böden.

Geschäftsführerin Katharina Prinz erläutert die Vorzüge des neuen Digitaldruckverfahrens »Anyprint«, mit dem sich kostensparend nahezu alle Individualisierungs-Wünsche im Bereich Sockeleisten und Bodenprofile realisieren lassen. Außerdem hat der Hersteller ein neues Befestigungssystem für Sockelleisten präsentiert. © Rieken

Von Jan Rieken

»Mit diesem Verfahren erfüllen wir so gut wie jede Gestaltungsanforderung unserer Kunden«, sagt Geschäftsführerin Katharina Prinz – vom Wunsch nach absoluter Dekorgleichheit von Bodenbelag und Sockelleisten bis hin zu ganz gezielter Differenzierung zwischen beiden, etwa für Logos, Werbung oder Sicherheitshinweise. »Hier können Profile und Sockelleisten wie Unikate designt werden.«
Für das »Anyprint«-Digitaldruckverfahren kommt ein so genanntes Vorimprägnat-Papier zum Einsatz, dessen spezielle Farbempfangsschicht eine hochwertige und brillante Optik ermöglicht. Das individuelle Dekor fertigt Prinz auf Basis des vom Kunden eingesandten Bodenmusters oder Gestaltungsvorschlags in Form eines hochauflösenden Scans.
Möglich ist auch die Verarbeitung druckfähiger Daten, die direkt vom Kunden geliefert werden. Die optische Anpassung der Profile oder Sockelleisten funktioniert mit den allermeisten Arten von Bodenbelägen, etwa Laminat, Parkett, Vinyl, Designböden, Kork oder Teppich. Hierzu bietet der Hersteller aus Goch am Niederrhein neben den üblichen MDF-Sockelleisten nun auch eine feuchtigkeitsunempfindliche Hohlkammer-Sockelleiste aus Polystyrol (PS) an. Die Clipse und Eckstücke entsprechen der MDF-Sockelleiste Nr. 809 und können entsprechend verwendet werden. Diese neue PS-Sockelleiste eignet sich bestens für die Kombination mit Designbelägen.
Nach dem Bedrucken des imprägnierten Trägerpapiers erfolgt eine zweischichtige Lackierung. Die erste Schicht enthält feinste Anteile des Minerals Korund für eine hohe Abriebfestigkeit. Je nach Auftrag bzw. Schichtdicke können Abriebwerte von > AC 3 bis zu AC 5 realisiert werden. Anschließend wird ein UV-härtender Top-Lack für die Versiegelung aufgetragen.
Der Kunde erhält zunächst ein Dekormuster zur Freigabe, anschließend startet die Produktion der individuellen Profile oder Sockelleisten. Die Gesamtlieferzeit beträgt je nach Auftragsvolumen maximal 20 Werktage ab Freigabe. Das zeit- und kostensparende Digitaldruckverfahren ermöglicht auch kleine Auflagen an Dekorflächen bereits ab 100 m.

Sichere Verlegung von Rigid Core-Belägen

Für die derzeit beliebte Variante bei der Verlegung von Designbelägen mit Klick-Verriegelung unterstützt Prinz die professionelle schwimmende Verlegung durch leistungsstarke Profilsysteme, die z.B. Dehnungsfugen und Wandabschlüsse kaschieren oder einen Höhenausgleich sicherstellen.
Rigid Core-Beläge bestehen aus einem extrudierten, äußerst starren Trägermaterial und einer Dekor-Deckschicht. Aufgrund ihrer besonderen Stabilität werden diese Beläge zur schwimmenden Verlegung auch auf unebenen und nicht gespachtelten Untergründen wie z.B. keramischen Fliesen eingesetzt.
Für die DIN gerechte Verlegung auf solchen Untergründen empfiehlt Prinz das neue »LPS Design Schraubprofilsystem« für Belagsstärken von 3,5 – 8,5 mm. Die flachen, filigranen Übergangsprofile bieten – bei einer Breite von nur 27 mm – großzügigen Raum für Dehnungsfugen von bis zu 8 mm. Verfügbar sind die Profile in sechs trendigen Eloxaltönen, wie zum Beispiel Edelstahl gebürstet und poliert.
Alternativ eignet sich für Rigid Core-Beläge auch das »Profi Design Clipsprofilsystem«. Es ist in sieben Eloxalfarben lieferbar und kann dekorgleich im neuen »Anyprint«-Verfahren mit hochabriebfesten digitalbedruckten Papieren ummantelt werden. So lassen sich Bodenbelagsflächen mit einem komplett einheitlichen Erscheinungsbild erstellen.

Lösungen zur Trittschalldämmung

Sofern werksseitig keine Trittschalldämmung unter dem Rigid Core-Belag appliziert ist, können spezielle Unterlagen aus dem »ProtectFloor«-Programm von Prinz verwendet werden: »LVT Silent PUR« beispielsweise ist eine alterungsbeständige Polyurethan-Schwermatte aus mineralischen Füllstoffen. Da dieses Material einen geringen Wärmedurchlasswiderstand von nur 0,010 m2K/W hat, eignet es sich ideal zum Einsatz auf Fußbodenheizungen. Ebenso die »LVT Antislip« 1,2 mm-Dämmung: Sie minimiert den Drift des Bodenbelages und verspricht eine hohe Gehschallverbesserung von 20 %. Ein Alleskönner bei den Trittschallunterlagen ist die »MaximumSilent Extrem 1,2 mm« – eine hochveredelte Polyolefin-Akustikmatte, die eine Gehschallverbesserung von 36 % erreicht. Die mit 25 t/m2 hohe Belastbarkeit sorgt für eine sehr gute Objekttauglichkeit, das hohe Flächengewicht für eine schnelle und sichere Verarbeitung. 

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