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MEA | 9. Mai 2017

Wenn aus dem idyllischen Bach ein reißender Strom wird: Sicherer Hochwasserschutz für Fenster und Lichtschächte

Ein kleines idyllisches Bächlein, das anmutig durch die bunte Wiese plätschert und Frische verbreitet. Solange die Natur mitspielt, ist eine derartige Idylle ein Quelle der Freude. Doch wehe, wenn nicht und heftiger Regen oder Schneeschmelze das harmlose Rinnsal in ein reißendes Wasser verwandeln. Dann verlässt es sein Bett und bedroht Hab und Gut der Anrainer. Abhilfe schafft MEA mit den »AQUA«-Ausführungen für Fenster und Lichtschächte: Sie sorgen für ein trockenes, warmes Untergeschoss.

»MEA Connect System«: Einfacher Einbau des Perimeterabdeckrahmens in die Montagedämmplatte »MEAFIX« (hier vorkonfektioniert für den Betonlichtschacht »MEAVECTOR«). © MEA

»MEA Connect System«: Einfacher Einbau des Perimeterabdeckrahmens in die Montagedämmplatte »MEAFIX« (hier vorkonfektioniert für den Betonlichtschacht »MEAVECTOR«). © MEA

Abdichten und Dämmen gehört zu den Kernaufgaben beim Bau der Außenhülle eines Kellergeschosses, denn ein Keller steht immer unter Druck: nicht nur durch Wasser und Feuchtigkeit, sondern auch durch das Erdreich und durch Temperaturschwankungen. Der Bau eines Kellers verlangt folglich nach hoher handwerklicher Präzision.
Für den Schutz vor Wasser hat MEA ausgeklügelte Abdichtungs- und Befestigungssysteme entwickelt. »Damit lassen sich Lichtschächte, Kellerfenster und Wanddurch-
brüche absichern, sowohl gegen die Folgen starker Niederschläge als auch gegen einen hohen Grundwasserpegel im Baugrund«, sagt Adrian
Fischer, Produktmanager bei der MEA Bausysteme GmbH.

Sichere und schnelle Montage

Die Lichtschächte sind das Bollwerk rund um das Kellerfenster. Sie sollen Erdreich und Wasser fernhalten und zugleich für reichlich Licht- und Lufteinfall sorgen. Der Betonlichtschacht »MEAVECTOR« trägt in der »AQUA«-Version an der Montageseite ein spezielles Dichtband, beim
»MEAVECTOR AQUA PLUS« hält zusätzlich ein Dämm-Element den Lichtschacht auf Distanz zur Wand und sorgt zugleich für einen nahtlosen Anschluss an die Dämmschicht. Die »AQUA«-Versionen der GFK-Lichtschächte »MEAMAX« und »MEAMULTINORM« lassen sich mit Hilfe spezieller Kleb- und Dichtstoffe ebenfalls wasserdicht und bei Bedarf wärmebrückenfrei montieren.

Trügerische Idylle: Starke Niederschläge oder eine schlagartige Schneeschmelze können ein plätscherndes Rinnsal zu einem reißenden Gewässer anschwellen lassen. © MEA

Einzige Rückstausicherung mit Zulassung
Alle MEA-Lichtschächte mit Boden sind werksseitig mit einer Entwässerungsöffnung versehen. Der Entwässerungsanschluss »MEASTOP PRO« verhindert, dass aus dem Kanal zurückdrückendes Wasser die Öffnung in einen Springbrunnen verwandelt. Er setzt sich zusammen aus einem Grundkörper, einem Schraubflansch, einem Schmutzsieb und einem Rückflussverhinderer mit Geruchssperre. Der »MEASTOP PRO« ist laut MEA die einzige Rückstausicherung für Lichtschächte mit bauaufsichtlicher Zulassung durch das Deutsche Institut für Bautechnik DIBt, Berlin.
Nicht nur durch drückendes Wasser aus dem Boden kann Gefahr drohen, sondern auch durch Wasser von oben – beispielsweise, wenn Regenwasser von der Fassade oder Schlagregen direkt in den Lichtschacht laufen. Zum Schutz der Lichtschächte bietet MEA deshalb unterschiedliche Ab­deckungen an. Die lichtdurchlässige und UV-beständige Abdeckung »MEACOVER« wird auf den vorhandenen Gitterrost montiert und verhindert, dass Kleintiere, Schmutz und Regen in den Lichtschacht fallen. Die klappbare Glasab­deckung »MEACAPE« wird geneigt montiert und bietet zusätzlichen Schutz vor Fassadenwasser und Schlagregen.

Solide gedämmt für mehr Energieeffizienz

Mit dem »MEA Connect System« zur Montage der GFK- und der Betonlichtschächte greift ein weiterer Baustein der Aichacher Firmengruppe: Die Komponenten sind in ihrer Beschaffenheit und Konfiguration montage­fertig aufeinander abgestimmt. So wird die vorkonfektionierte Montagedämmplatte »MEAFIX« mit einem Spezialkleber auf der Kellerwand befestigt und der Lichtschacht direkt mit der »MEAFIX«-Platte verschraubt, sodass die Kellerwand unbeschädigt bleibt. Damit bietet das »MEA Connect System« Feuchtigkeit und Wärmebrücken erfolgreich Paroli. In der »AQUA«-Version sichert eine hochwertige Abdichtung von Weber-Deitermann die wasserdichte Montage auf der »MEAFIX«-Platte.

Für jede Anforderung der passende Lichtschacht (v.l.n.r.): der höhenverstellbare GFK-Lichtschacht »MEAMAX«, die bewährte GFK-Lösung »MEAMULTINORM«, die Funktionalität mit Belastbarkeit und Lang-
lebigkeit verbindet, sowie für hohe Belastungen der Betonlichtschacht »MEAVECTOR«. © MEA

Einfach dicht – da geht nichts durch
Wenn ein Lichtschacht durch Starkregen oder Überflutungen einmal vollläuft oder die Lichtschachtabdeckungen vergessen wurden, kommt die Dichtigkeit des Fensters zum Zuge. Die hochwasserbeständigen »AQUA«-Ausführungen der MEA-Zargenfenster halten auch Wasserdruck Stand. Spezielle Dichtsysteme an Zarge, Blendrahmen und Flügel machen sie gemäß der Prüfung nach der Richtlinie FE-07/1 des Fensterinstituts ift Rosenheim hochwasserdicht. Das Zargenfenster »MEALUXIT AQUA« gibt es mit Zwei- oder Dreifachverglasung sowie in der Variante »AQUA PLUS« mit zusätzlichem umlaufenden Dichtflansch außen an der Zarge.
Außer der Öffnung in der Wand für ein Fenster oder eine Tür benötigt ein Haus noch Wanddurchbrüche ganz anderer Art: Dafür umfasst das Rohrdurchführungssystem »MEADOC« Boden- und Wandelemente, die in Nennweiten von 100 bis 250 mm (auf Anfrage auch bis zu 500 mm) erhältlich sind. Ihr patentiertes Dichtprofil sorgt für einen wasserdichten Anschluss zwischen Wand und KG-Rohr. Der Einsatz »MEADOC MULTIFIT« dichtet das KG-Rohr gegen die durchführenden Gas-, Wasser- oder Abwasserrohre und Kabel ab. Damit hat das Wasser keine Chance, ins Haus einzudringen. Die MFPA Leipzig hat das System geprüft, und für die Nennweite DN100 ist MEA nach eigenen Angaben sogar der einzige Anbieter eines eigenen Form-
elements gemäß den DIN EN-Richtlinien.

Der perfekte Weg zum Werterhalt

Damit der MEA Systemgedanke vollends wirksam werden kann, legt das Unternehmen großen Wert auf ein hohes Qualitätsniveau seiner Produkte. »Getreu dem Prädikat ›Made in Germany‹ setzen wir in der Praxis bewährte Rohstoffe ein und legen Wert auf lückenlose Prüfzeugnisse«, beschreibt
Thomas Wehr, Marketing Manager der MEA Bausysteme GmbH, die Grundsätze, mit denen das Unternehmen die Entwicklung des Kellers vom Nutz­geschoss zur Wohnebene systematisch vorantreibt. Der Schutz vor Wasser ist vor diesem Hintergrund mehr als konsequent: Schließlich ist Vorbeugen besser als Sanieren. Mit vergleichsweise geringem finanziellen Zusatz-
aufwand lassen sich Schäden abwenden, die möglicherweise in die Hunderttausende Euro gehen, von den gesundheitlichen Risiken ganz abgesehen. Dann lässt sich auch die Idylle des plätschernden Rinnsals hinterm Haus vorbehaltlos genießen.