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KÖMMERLING | 17. Februar 2018

Direct Glazing: Verbesserter Einbruchschutz dank geklebter Isolierglasscheiben

Die Branche ist sich einig: Direct Glazing, das Kleben der Isolierglasscheibe in den Fensterrahmen, bestimmt die Zukunft des Fensterbaus, denn das Verfahren bietet viele Vorteile für Fensterbauer und deren Kunden. So die Einschätzung des Klebstoffherstellers Kömmerling, der nach eigenen Angaben Spezialist in diesem Bereich ist. Auf der Fensterbau Frontale zeigt der Hersteller aus Pirmasens, welche Vorteile dieses Verfahren als Systemlösung bietet.

Direct Glazing, das Kleben der Isolierglasscheibe in den Fensterrahmen, bestimmt die Zukunft des Fensterbaus, denn das Verfahren bietet viele Vorteile für Fensterbauer und deren Kunden. © Kömmerling

Das Unternehmen widmet sich seit Jahren unter anderem der Weiterentwicklung von Produkten für Direct Glazing-Anwendungen und bietet aufeinander abgestimmte Systemlösungen an. Gemeinsam mit H.B. Fuller, dem neuen Mutterkonzern, gilt Kömmerling zudem als größter Anbieter von Kleb- und Dichtstoffen für Isolierglasanwendungen weltweit.
Während in der Schweiz bereits bis zu 40% und in Österreich bis zu 60% der Fenster geklebt sind, geht laut Kömmerling auch in Deutschland der Trend immer stärker zur standardmäßigen Klebung der Isolierglaseinheit in den Rahmen, wie zum Beispiel im Fertighausbau. Inzwischen gibt es speziell für die Verklebung entwickelte Fensterprofile, aber auch bei herkömmlichen Profilen ist diese Verbindung möglich.

Mehr Licht und weniger Produktionskosten

Direct Glazing bietet gegenüber der Montage mit Glasleisten Vorteile für Fensterbauer und Bauherren, schreibt der Klebstoffhersteller: Die Verbesserung der statischen Eigenschaften des Fensters führt demnach zu filigraneren Rahmen sowie größeren Scheibendimensionen und damit mehr Lichteinfall. Ebenso positiv fallen die geringeren Produktionskosten auf, da sich Material-, Personal- und Fertigungsaufwand reduzieren. Für die Fensterbauer mindern sich zudem die Servicekosten inklusive Scheibentausch um bis zu 82%.
Für Endverbraucher wiederum ist die Verringerung der Energiekosten im späteren Gebäudebetrieb durch einen besseren U-Wert relevant. Positiv bemerkbar machen sich hier auch die reduzierte Wartungsnotwendigkeit und der wirksamere Schallschutz.

 

Ein Einbruch bedeutet einen erheblichen Eingriff in die Privatsphäre. Das Gefühl, im wohlvertrauten Zuhause ungestört und sicher zu sein, leidet nach einem Einbruch sehr. Eine Vielzahl von Wohnungs- und Hauseinbrüchen findet über die Fenster statt. Aus diesem Grund ist es immens wichtig, beim Neubau beziehungsweise bei einer Modernisierung auf einbruchsichere Fenster zu setzen.«
Dr. Knut Göke, Head of Product Management and Marketing bei Kömmerling

Verbesserter Einbruchschutz durch geklebte Fenster
Als besonders gewichtiges Argument für Direct Glazing nennt der Hersteller den verbesserten Einbruchschutz. Bei über 80% der Einbrüche in Ein- und Zweifamilienhäuser kommen die Einbrecher über das Fenster ins Haus, so die Zahl im Präventionsreport Mai 2016 der Stiftung Deutsches Forum für Kriminalprävention. Wer sich schützen möchte, sollte deshalb mindestens auf die Widerstandsklasse RC2 (resistance class 2) bei seinen Fenstern achten, rät die Kriminalpolizei. Dazu ist eine lückenlose Sicherheitskette aus Glasanbindung, Falzbereich und Wandanschluss vorgeschrieben, was im Normalfall eine Verschraubung oder Verklebung der Glasleisten bedeutet. Wird das Isolierglas allerdings direkt mit dem Rahmen verklebt, verschmelzen Glas und Flügel zu einer Einheit und es entfallen die Ansatzpunkte für das Aufhebeln am Glasanschluss.
Um die Anforderungen an RC2/RC3 zu erfüllen, müssen dann auch Beschläge und Glasscheiben mit entsprechender Widerstandsklasse gewählt werden. Kömmerling bietet hierbei einen zusätzlichen Sicherheits-Service und stellt gemeinsam mit den Beschlagherstellern Prüfelemente her, mit denen die Erfüllung der Einbruchhemmung getestet werden kann.

Als wichtiges Argument für Direct Glazing nennt Kömmerling den verbesserten Einbruchschutz, denn über 80 % der Einbrüche in Ein- und Zweifamilienhäuser werden über das Fenster verübt. © Kömmerling

Systemlösungen garantieren dauerhafte Verklebung
Erfolgreich ist eine Verklebung von Isolierglas jedoch erst dann, wenn alle miteinander in Kontakt stehenden Materialien harmonieren. Um die Verträglichkeit zu gewährleisten, bietet Kömmerling nach eigenen Angaben als einziger Klebstoffhersteller Systemlösungen aus Isolierglasdichtstoffen und Klebesystemen aus einer Hand an. Sie sind für Holz, Kunststoff und Aluminiumrahmen verwendbar. Je nach Profilsystem wird die Klebeposition Überschlag, Falzgrund oder Glaskante gewählt.
Wie robust die geklebten Fenstersysteme sind, zeigt die Verlängerung der Garantie durch Kömmerling auf 10 Jahre. Diese gilt, sobald im Randverbund und auch bei den Klebeflächen vom Unternehmen hergestellte und empfohlene Produkte verwendet werden. Bei der Integration des Klebeprozesses in die bestehenden Produktionsabläufe oder der kompletten Umstellung auf Direct Glazing unterstützt Kömmerling Fensterbaubetriebe und bietet Lösungen von der einfachen Handapplikation über die Misch- und Dosieranlage bis hin zum Vollautomaten (s. Kasten).