baustoffPARTNER

Ausgabe April 2017

 

Einen Schritt voraus sein…

Einbrecher sollen künftig härter bestraft werden!

Was vor wenigen Tagen Thema in Zeitung und Tagesschau war, klingt nach einer guten Nachricht: Mindestens ein Jahr statt bisher nur ein halbes Jahr soll die Höchststrafe für Einbruch betragen, und auch schon der Versuch soll härter geahndet werden. So weit so gut, aber: Die Aufklärungsquoten bei schweren Eigentumsdelikten sind oft so lächerlich gering, dass die Frage nach der Bestrafung der Täter eigentlich Nebensache ist. Die Banden sind gut organisiert, kennen die Schwächen der polizeilichen Ermittlungsarbeit und sind, so scheint es, den Behörden immer einen Schritt voraus. Die Statistiken sprechen eine deutliche Sprache: Im Visier der Banden sind Regionen entlang von Bundes- oder Ländergrenzen mit guter Autobahnanbindung. Aber es ist Bundestagswahlkampf, und da verspricht sich jeder einen Vorteil, der nur genug Getöse veranstaltet um dieses oder jenes Thema. Eine Lösung ist da nicht unbedingt inbegriffen.

Wer einmal Opfer eines Einbruchs war – ganz gleich, ob am Urlaubsort das Wohnmobil oder während der Abwesenheit das eigene Zuhause leergeräumt wurde – weiß, dass die Bestrafung der Täter (wenn sie denn überhaupt dingfest gemacht und auch überführt werden können) ohnehin niemals den entspannten Ursprungs-Zustand wiederherstellen kann. Das eventuelle Wiederauftauchen gestohlener Erinnerungs- oder Familienerbstücke vermag am ehesten, den Seelenfrieden ein wenig wiederherzustellen.

Eine umso größere Bedeutung kommt da dem Thema Prävention zu. Und hier hat dann auch der Wahlkampf wieder sein Gutes, denn es geht neben dem Getöse auch um die Verteilung von Geldern, Subventionen und Fördermitteln. Und die wirklich gute Nachricht ist, dass die Förderung für den Einbau von Einbruchschutz verlängert und der Betrag für die Mindestinvestition verringert wurde. Die staatliche KfW-Bank fördert gemeinsam mit Bundesbau- und Bundesinnenministerium seit März auch Investitionen sogar schon ab 500 Euro.

Wie man sich schützen und auch kleine Investitionen sinnvoll einsetzen kann, ist das Top-Thema dieser baustoffPARTNER-Ausgabe und damit einer der redaktionellen Schwerpunkte. Fenster- und Türenhersteller legen längst den gebotenen Eifer an den Tag, tüfteln und sind kreativ. Sie bieten Lösungen in Form von verstärkter Mechanik, intelligenter Sensorik und vernetzter Elektronik, um den Erfolg der finsteren Gesellen zu vereiteln oder aber so schnell und so gezielt Alarm schlagen, dass man sie auf frischer Tat ertappen kann. Auch zum Nachrüsten sind hier immer mehr Systeme zu haben.

Gut so. Denn, Wahlkampf hin oder her, in einer Forderung sind sich wohl alle einig: Einbrecher sollen künftig unverrichteter Dinge das Weite suchen! Dazu möchten wir beitragen, indem wir eine kommunikative Plattform bieten, auf der die Hersteller ihre Lösungen vorstellen und bekannt machen können.

Herzlichst
Jan Rieken